Religionsunterricht, Religionspädagogik

Arbeitskreis Religionsunterricht an Beruflichen Schulen

Yvonne Kaiser

Neue Herausforderungen, vor allem die Einführung eines Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR), haben Einfluss auf die zukünftige Konzeption, Zielsetzung und Bewertung der Beruflichen Bildung und des BRU. Die knapper werdenden Ressourcen der Landeskirchen zur Unterstützung des BRU und die Feststellung, dass die wesentlichen tragenden Unterstützungssysteme des BRU (wie z.B. die ALPIKA-AG Berufsschule, Bildungsdezernate der Landeskirchen, Hochschulinstitute, BRU-Lehrerverbände etc.) nicht in ausreichendem Maße untereinander verbunden und vernetzt sind, machen die (Qualitäts-) Sicherung des BRU zusätzlich schwierig.

Auf Initiative der Dozentinnen und Dozenten für berufliche Bildung der Religionspädagogischen Institute der Ev. Landeskirchen in Deutschland und der EKD hat das CI in Zusammenarbeit mit der ALPIKAAG Berufsschule, der Gesellschaft für Religionspädagogik und den landeskirchlichen Referenten für berufliche Schulen einen Konsultationsprozess „Eine Stimme für den evangelischen BRU“ durchgeführt. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der ALPIKA-AG BS, der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Erzieher in Deutschland e.V. (AEED) und der regionalen Berufsschulverbände, der Redaktion des BRU-Magazins, den Referenten für berufliche Schulen in den Landeskirchen und Hochschulvertretern hat in zwei Arbeitssitzungen Überlegungen zur Stärkung des evangelischen BRU angestellt.

Da die Einrichtung einer Projektstelle BRU nicht realisiert werden konnte, ist auf der Abschlussveranstaltung des Konsultationsprozesses im Mai 2009 in Bonn als alternative Möglichkeit zur Unterstützung des BRU die Einrichtung eines EKD-Arbeitskreises BRU (AK BRU) erwogen worden. Die Konferenz der Referentinnen und Referenten für Bildungs-, Erziehungs- und Schulfragen in den Gliedkirchen der EKD (BESRK) hat in ihrer Sitzung im Januar 2010 der Einrichtung eines solchen Arbeitskreises zugestimmt. Der AK BRU soll die inhaltliche und organisatorische Vernetzung und Koordination der bundesweiten BRU-Handlungsfelder (Landeskirchen, Hochschulen, Institute, Gremien) organisieren, um die gemeinsamen Interessen fachlich fundiert und bildungspolitisch wirksam zu vertreten und umzusetzen. Zu den Aufgaben bzw. Zielperspektiven des AK-BRU gehören:

  • die Beobachtung und Beurteilung der Gesamtlandschaft des BRU,
  • die Vernetzung und Bündelung der kirchlichen Aktivitäten im Handlungsfeld BRU,
  • die Beratung von kirchlichen Entscheidungsträgern und die Vorbereitung kirchlicher Stellungnahmen.

Der AK BRU sorgt zudem für die Erledigung der Aufgaben in folgenden Aufgabengebieten: Beratung und redaktionelle Begleitung der Internetpräsenzen (bru-portal, bru-magazin), Planung und Koordination von zentralen Veranstaltungen (z.B. BRU-Symposium), Koordination und Kommunikation der Kooperation mit anderen Partnern (EU, katholische Partner und andere Religionsgemeinschaften, Duale Partner, BIBB).

Yvonne Kaiser
CI-Informationen 2010/1

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