Biographieorientierung in religionspädagogischer Theorie und Praxis gendersensibel quergelesen

Treffen der Europäischen Gesellschaft für Theologische Forschung von Frauen

Annebelle Pithan

Zum Thema „Biographieorientierung in religionspädagogischer Theorie und Praxis gendersensibel quergelesen“ trafen sich die deutschsprachigen Religionspädagoginnen in der Europäischen Gesellschaft für Theologische Forschung von Frauen (ESWTR) zu ihrer Jahrestagung vom 29.1.- 1.2.15 in Mainz. Ein Kurzbericht findet sich in Kürze unter: http://www.eswtr.org/subject-groups_rel-paedagoginnen.html. Künftig soll die Jahrestagung der Religionspädagoginnen im Spätherbst oder Frühjahr stattfinden (Termin in Kürze), als Thema ist „Religiöses Lernen in der Gesellschaft von morgen! Erzähl mir deinen Zukunft…“ vorgesehen. Kontakt: Dr. Annebelle Pithan

Bericht zur Jahrestagung der Religionspädagoginnen (von Annegret Reese-Schnitker)

Die Religionspädagoginnen der ESWTR haben bei ihrer Jahrestagung [...] das Thema „Biographieorientierung in religionspädagogischer Theorie und Praxis“ gendersensibel quergelesen.

Biographie als Grundthema religiösen Lernens ist bei genauer Analyse eine problematische Größe: Wie und was kann an der eigenen und an fremden Biographien religiös gelernt werden? Was kann in unterrichtlichen und universitären Bildungszusammenhängen thematisiert werden, welche Aspekte biographischen Lernens sind unverzichtbar in religiösen Lehr- und Lernprozessen?

Annegret Reese-Schnitker (Kassel) eröffnete mit einem Überblick zu „Biographieorientierung in der religionspädagogischen Theorie“ das breite Feld des Lernens an der eigenen Biographie, an fremden Biographien und insgesamt im Zueinander von Person und Religion. Ulrike Witten (Halle) stellte das Lernen an fremden Biographien in verschiedenen aktuellen Curricula auf den Prüfstand und brachte Impulse aus ihrer Forschungsarbeit „Lernen an Biographien im diakonisch-sozialen Lernen“ ein. Viera Pirker (Frankfurt) eröffnete Einblicke in das Lernen an der eigenen Biographie im Kontext der „Biographieorientierung in der Fort- und Weiterbildung von Lehrer/innen“. Angela Kaupp (Koblenz) entwickelte „Kriterien biographischen Lernens mit Erwachsenen“. Annegret Reese-Schnitker brachte für eine gemeinsame Analyse verschiedene biographie-thematisierende Unterrichtssequenzen aus einem Forschungsprojekt zum Unterrichtsgespräch im Religionsunterricht ein. Stephanie Theis (Gießen) hinterfragte mit prägnanten Thesen die feministische Bewegung bezüglich ihrer Haltung zum Thema Mutterschaft.

Das Persönliche ist politisch, das Politische persönlich: Ein Kennzeichen der Religionspädagoginnen-Gruppe in der ESWTR ist der intensive Austausch zu Arbeitszusammenhängen unter den Bedingungen der Gegenwart, die das persönliche Leben prägen. Die Einblicke aus Zagreb (Ana Thea Filipovic) und aus dem religionspädagogischen Umbruch im Verlagswesen (Margarete Stenger) gewannen den Charakter eigener Statements zum Tagungsthema.

2016 wird die Jahrestagung der Religionspädagoginnen vom 29.bis 31.1.2016 in Mainz stattfinden, Thema ist „Religiöses Lernen in der Gesellschaft von morgen! Erzähl mir deine Zukunft….“ (Vorbereitung: Stephanie Theis und Annegret Reese-Schnitker)

 

 

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